DIN EN 14604

Die DIN EN 14604 ist eine europäische Norm und enthält die Geräteanforderungen an Rauchwarnmelder, die nach dem Streulicht-, Durchlicht- oder Ionisationsprinzip arbeiten. Für Rauchwarnmelder, die nach anderen Prinzipien arbeiten, stellt die DIN lediglich ein Leitfaden dar. Sie ist seit Mai 2006 anwendbar und bezieht sich auf Anwendungen im Haushalt oder vergleichbare Wohnbereiche. Gemäß der DIN EN 14604, ist es auch erlaubt, Rauchwarnmelder untereinander zu verbinden und eine Alarmstummschaltung zu ermöglichen.

Die DIN EN 14604 legt Anforderungen, Prüfverfahren, sowie Leistungskriterien für Rauchwarnmelder fest und liefert den Herstellern z.B. folgende allgemeine Vorgaben:

Warn- und Betriebsanzeigen

  • Vorhandene Warnanzeigelampen müssen rot sein.
  • Bei einem Rauchwarnmelder, der an das Stromnetz angeschlossen ist, muss eine grüne Anzeige den Netzbetrieb anzeigen.
  • Die Störungsanzeige muss – falls vorhanden –orange oder gelb sein.

Wichtig ist grundsätzlich, dass das Alarmsignal vor allen anderen Signalen Vorrang hat und sich deutlich von diesen unterscheidet.

Energieversorgung

  • Die Stromversorgung muss für einen einjährigen Betrieb des Rauchwarnmelders ausreichen.
  • Eine unverwechselbare akustische Störungsmeldung muss generiert werden, bevor die Kapazität der Batterie keine ordnungsgemäße Alarmierung mehr ermöglicht.
  • Die Batteriespannung muss ausreichen, um für die Dauer von 4 Minuten ein Alarmsignal oder mindestens für 30 Tage ein Störungssignal zu erzeugen.
  • Der Benutzer muss die interne Stromversorgung auswechseln können, sofern sie nicht für einen 10-jährigen Betrieb ausgelegt ist.

Prüfungskriterien

Die DIN EN 14604 legt hohe Prüfungskriterien fest, die sich z.B. auf:

  • Umgebungs- und Betriebsbedingungen
  • Ansprechempfindlichkeit
  • Umgebungstemperatur und Luftfeuchte
  • Korrosive Einflüsse
  • Mechanische Schläge
  • Schwingungen

beziehen.

DIN 14676

Die DIN 14676 legt Mindestanforderungen für die Planung, den Einbau, den Betrieb und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern, die nach DIN EN 14604 produziert wurden, fest. Sie richtet sich an alle für den Brandschutz zuständigen Behörden und an alle Personen, die am Bau beteiligt sind, z.B. Hersteller von Rauchwarnmeldern, Architekten, Bauherren und an Dienstleistungserbringer.

In dieser Norm werden Empfehlungen gegeben, wie Dienstleistungserbringer, z.B. Elektroinstallationsbetriebe, ihre Kompetenz hinsichtlich Planung, Einbau und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern nachweisen können.

In Neubauten, Umbauten als auch in Bestandsbauten müssen Rauchwarnmelder in:

  • Schlafräumen,
  • Kinderzimmern,
  • Fluren, die als Rettungswege nach außen führen.

eingeplant werden.

Für vorhandene Wohnungen gilt für die Ausstattung mit Rauchwarnmeldern – je nach Bundesland – eine Nachrüstpflicht.