Vernetzung von Rauchwarnmeldern

Die DIN 14676-4.4.1 weist darauf hin, dass grundsätzlich vernetzungsfähige Rauchwarnmelder eingesetzt werden dürfen, wenn „eine Warnung vom alarmgebenden Rauchwarnmelder an andere Rauchwarnmelder weitergeleitet werden soll“.

Die Vernetzung von mehreren Rauchwarnmeldern ist sinnvoll, wenn z.B. das Elternschlafzimmer im Erdgeschoss und das Kinderzimmer im Dachgeschoss untergebracht ist. Schlägt der Rauchwarnmelder im Kinderzimmer Alarm, so löst durch die Vernetzung auch der Rauchwarnmelder im Elternschlafzimmer aus.

Um andere Rauchwarnmelder zu informieren, können Rauchwarnmelder Warnsignale drahtgebunden oder funkvernetzt weiterleiten.

 

Drahtgebundene Vernetzung

  • Vernetzung bei interner Stromversorgung (Batterie)
  • Vernetzung bei externer Stromversorgung (230 Volt)

 

Vernetzung bei interner Stromversorgung (Batterie)

Die Vernetzung der Rauchwarnmelder erfolgt bei Batteriebetrieb parallel (z.B. mit einer zweiadrigen Leitung/ Telefonkabel J-Y(St)Y 2 x 2 x 0,6 mm). Beim GIRA Rauchwarnmelder darf z.B. die Gesamtleitungslänge des Netzes 400 m nicht überschreiten und es dürfen max. 40 Geräte vernetzt werden.

Vernetzung bei externer Stromversorgung (230 Volt)

Werden Rauchwarnmelder in Neubauten eingeplant, so ist es sinnvoll, diese über das 230 Volt-Leitungsnetz extern mit Strom zu versorgen. Zudem muss der Rauchwarnmelder mit einer Batterie für eine Zusatzstromversorgung ausgestattet sein.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Warnsignale an eine Empfangs- und Auswerteeinheit weiterzuleiten. Hierfür müssen die Anforderungen an eine Gefahrenwarnanlage nach DIN N VDE 0826-1 erfüllt sein.

Beispielsweise gelten für GIRA Rauchwarnmelder folgende Angaben:

  • Maximal 40 Rauchwarnmelder können über das 230 Volt-Leitungsnetz miteinander vernetzt werden.
  • Die Verbindung erfolgt parallel über eine freie Ader (nur Leitungstyp für 230 V verwenden/ auf Phasengleichheit achten).
  • Die Gesamtleitungslänge des Meldernetzes darf 400 m bei 1,5 mm² Aderquerschnitt nicht überschreiten.

 

Vernetzung mittels Funk-Bussystem

Die DIN 14676 gibt im Anhang C Empfehlungen zu funkvernetzbaren Rauchwarnmeldern. Zu beachten ist, dass Wände, Decken, Einrichtungsgegenstände etc. eine Funkübertragung behindern können. Während Holz-, Gips- oder Backsteinwände die Übertragung nur gering beeinflussen, kann Stahlbeton ein größeres Hindernis darstellen. Da auch elektrische Geräte Einfluss auf die Reichweite eines Rauchwarnmelders haben, sollte ein Mindestabstand von 0,5 m eingehalten werden.

Insbesondere in Bestandsbauten ist eine Funkvernetzung sinnvoll, da das Nachrüsten einer drahtgebundenen Vernetzung kaum möglich bzw. mit hohem Aufwand verbunden ist. Wahlweise gibt es Rauchwarnmelder, in denen ein Funkmodul fest eingebaut oder ein Funkmodul nachrüstbar ist.

In die GIRA Rauchwarnmelder kann beispielsweise ein Funkmodul eingebaut werden, das grundsätzlich die Vernetzung von mehreren Rauchwarnmeldern oder die Ansteuerung von Komponenten aus dem GIRA Funk-Bussystem übernehmen kann.

Falls die Funkreichweite nicht ausreicht, kann bei den GIRA Rauchwarnmeldern ein Funkmodul als Repeater dazu geschaltet werden. Reicht z.B. die Funkstrecke vom Keller zum Obergeschoss nicht, kann auf halbem Weg – z.B. im Erdgeschoss – im vorhandenen Funkmodul die Repeaterfunktion aktiviert werden: Der Repeater empfängt die Signale vom Rauchwarnmelder aus dem Keller und übernimmt gleichzeitig die Funktion des Senders. Über die Funkvernetzung gibt er das Warnsignal an alle anderen Rauchwarnmelder weiter.