Funktionsweise

Wir erklären Ihnen wie ein Rauchwarnmelder genau arbeitet und mit welchen besonderen Leistungsmerkmalen er ausgestattet sein kann.


Optische Verfahren

Die DIN EN 14604 enthält die Geräteanforderungen an Rauchwarnmelder, die nach dem Streulicht-, Durchlicht- oder Ionisationsprinzip arbeiten.

 

Streulichtprinzip

Die meisten Rauchwarnmelder arbeiten nach dem Streulichtprinzip.

Eine Leuchtdiode (IR-LED) (3) in der Rauchkammer (2) sendet in regelmäßigen Intervallen einen Lichtstrahl, der auf eine nicht reflektierende Fläche trifft.

Dringen Rauchpartikel in die Rauchkammer ein, so reflektieren diese den Lichtstrahl und lenken ihn auf den Empfänger (IR-Fotowiderstand) (4). Hierdurch wird ein Alarmsignal ausgelöst.

Das Insektenschutzgitter (1) vermeidet, dass es durch eindringende Insekten zum Fehlalarm kommt, denn gemäß DIN EN 14604, Abschnitt 4.16, darf eine Kugel mit einem Durchmesser von 1,3 mm nicht in die Messkammer eindringen.

 

Ionisationsprinzip

Bei dem Ionisationsprinzip reagiert der Rauchwarnmelder auf in der Luft gelöste Rauchteilchen, die „Aerosolen“. Die Messkammer des Melders befindet sich zwischen zwei elektrisch leitenden Metallplatten. Da sich zwischen den Platten ein radioaktives Präparat befindet, dürfen Rauchwarnmelder, die nach dem Ionisationsprinzip funktionieren, nicht über den Hausmüll entsorgt werden. In Deutschland werden sie kaum eingesetzt.

 

Durchlichtprinzip

Bei Rauchwarnmeldern, die nach dem Durchlichtprinzip arbeiten, wird der LED-Lichtstrahl durch zwei Messkammern geschickt. Der Rauchmesskanal überprüft kontinuierlich die Außenluft auf Rauchpartikel und gleicht diese mit der Luft im hermetisch von der Außenluft abgeschlossenen Referenzkanal ab. Ab einer bestimmten Differenz wird ein Alarm ausgelöst.

Wie Sie an den drei dargestellten Prinzipien erkennen, reagieren Rauchwarnmelder mit optischem Verfahren auf Rauch und nicht auf eine Erhöhung der Temperatur.